Yoga to Go @ UBS Wellbeing Month
Wenn Yoga dort stattfindet, wo wir es am meisten brauchen: im Alltag
Yoga im Büro? Zwischen zwei Meetings? Direkt am Schreibtisch – und vielleicht sogar ohne Yogamatte? Anbei ein Bericht, welcher dich davon überzeugen wird, dass auch du mich bei dir in der Firma einsetzen willst.
Worum geht es bei meinem Konzept „Yoga to Go“.
Im Rahmen des UBS Wellbeing Month durfte ich dieses Format vor insgesamt 30 Teilnehmenden präsentieren: 12 Personen waren direkt vor Ort, weitere 18 nahmen online teil.
Für mich war dieser Vortrag gleich in mehrfacher Hinsicht eine Premiere. Es war das erste Mal, dass ich „Yoga to Go“ vollständig auf Englisch unterrichtete – und gleichzeitig eine spannende Erfahrung darin, eine Gruppe vor Ort und ein virtuelles Publikum miteinander zu verbinden.

12 im Raum, 18 vor dem Bildschirm
Ein hybrider Vortrag bringt eine ganz eigene Dynamik mit sich.
Während ich mit den Menschen im Raum interagierte, waren gleichzeitig 18 weitere Personen über den Bildschirm dabei. Und ich ertappte mich während des Vortrags immer wieder bei der Frage: Schaue ich gerade zu lange in die Kamera? Oder vernachlässige ich dadurch die Menschen, die direkt vor mir sitzen?
Als Referentin möchte ich schliesslich nicht einfach Informationen vermitteln. Ich möchte die Menschen wahrnehmen, Reaktionen sehen und eine Verbindung zum Publikum herstellen.
Bei einem hybriden Format findet diese Verbindung plötzlich auf zwei Ebenen gleichzeitig statt.
Eine Herausforderung – aber auch eine wertvolle Erfahrung.
Yoga muss nicht auf der Yogamatte stattfinden
Der Teil des Vortrags, der mir persönlich am meisten Freude bereitet hat, war deshalb auch der praktischste.
Wir haben gemeinsam Übungen ausprobiert, die sich direkt am Arbeitsplatz durchführen lassen.
Denn viele von uns verbringen einen beträchtlichen Teil ihres Arbeitstages sitzend: vor dem Computer, in Meetings oder mit dem Smartphone in der Hand. Dabei bleiben wir teilweise über lange Zeit in ähnlichen Körperpositionen.
Genau hier setzt Yoga to Go an.
Es geht nicht darum, mitten im Büro plötzlich komplizierte Asanas zu praktizieren. Vielmehr möchte ich zeigen, wie kleine Bewegungsimpulse, bewusste Atmung und einfache Übungen in einen normalen Arbeitstag integriert werden können.

Ohne Yogamatte. Ohne Umziehen. Ohne eine Stunde Zeit einplanen zu müssen.
Kleine Bewegungen mit grosser Alltagstauglichkeit
Während des Vortrags konnten die Teilnehmenden die Übungen gleich selbst ausprobieren.
Wir bewegten Bereiche des Körpers, die durch langes Sitzen besonders beansprucht werden können, mobilisierten und streckten uns und richteten die Aufmerksamkeit zwischendurch bewusst nach innen.
Eine meiner Botschaften dabei lautet:
“I turn my attention inward.”
Denn Yoga bedeutet für mich nicht nur Beweglichkeit.
Manchmal beginnt Yoga damit, für einen kurzen Moment wahrzunehmen:
Wie sitze ich eigentlich gerade? Wie fühlt sich mein Nacken an? Wie atme ich? Braucht mein Körper vielleicht eine kleine Veränderung?
Dafür müssen wir nicht erst auf den Feierabend und den nächsten Yogakurs warten.
Prävention darf unkompliziert sein
Gerade im beruflichen Kontext interessiert mich deshalb der präventive Gedanke hinter Yoga besonders.

Wenn wir einfache Übungen kennen, die sich ohne grossen Aufwand in unseren Alltag integrieren lassen, können wir immer wieder kleine Bewegungspausen schaffen.
Vielleicht sind es zwei Minuten zwischen zwei Meetings. Eine Mobilisation für die Wirbelsäule nach längerem Sitzen. Eine Übung für Hüfte oder Schultern. Oder einfach drei bewusste Atemzüge, bevor das nächste Gespräch beginnt.
Die entscheidende Frage ist für mich nicht:
„Wie finde ich noch mehr Zeit für Yoga?“
Sondern:
„Wie kann ich ein bisschen Yoga in die Zeit integrieren, die ohnehin schon da ist?“
Genau daraus entstand die Idee von Yoga to Go.
Auch für mich eine Übung ausserhalb der Komfortzone
Während die Teilnehmenden ihren Körper bewegten, durfte auch ich an diesem Tag meine eigene Komfortzone ein wenig erweitern.
Einen Vortrag erstmals komplett auf Englisch zu halten und gleichzeitig ein hybrides Publikum zu führen, erforderte zusätzliche Aufmerksamkeit und Flexibilität.
Und vielleicht passt genau das ziemlich gut zu Yoga.
Nicht alles läuft immer unter perfekten Bedingungen. Wir beobachten, passen uns an, lernen – und machen weiter.
Am Ende blieb bei mir deshalb vor allem eines hängen: die Freude darüber, dass die Teilnehmenden nicht nur etwas über Yoga gehört, sondern etwas für ihren eigenen Arbeitsalltag ausprobiert haben.
Denn Wissen über Bewegung ist wertvoll.
Noch wertvoller wird es, wenn wir tatsächlich anfangen, uns zu bewegen.
Ein herzliches Dankeschön an UBS für die Möglichkeit, „Yoga to Go“ im Rahmen des Wellbeing Month präsentieren zu dürfen – und an alle 30 Teilnehmenden vor Ort und online fürs Mitmachen, Bewegen und Ausprobieren.




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