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- Sokrates – Mut, Wahrheit und die Unsterblichkeit des Denkens | Phaidon Apologie Kriton
Kaum ein Mensch hat die Philosophie so geprägt wie Sokrates . Die Dialoge „ Phaidon, Apologie und Kriton “ zeigen ihn nicht nur als Denker, sondern als Menschen, der mit unerschütterlicher Klarheit und Mut seinem Schicksal entgegentritt. Beim Lesen wurde mir einmal mehr bewusst, wie tiefgreifend seine Haltung war – und wie sehr sie die Entwicklung der Menschheit geprägt hat. Sokrates war, in vieler Hinsicht, ein kurioser Mann : unbeirrbar, kompromisslos, und doch von bemerkenswerter Sanftheit im Denken. Er stellte Fragen, wo andere Antworten gaben. Er suchte Wahrheit, wo andere Zustimmung suchten. In einer Zeit, in der es leichter war, zu schweigen, entschied er sich zu sprechen – und bezahlte diesen Weg mit seinem Leben. Was mich besonders bewegt hat, ist der Mut, mit dem Sokrates seinem Tod entgegenblickte. In der Apologie verteidigt er sich nicht, um zu überleben, sondern um authentisch zu bleiben . Er wusste, dass seine Worte über den Moment hinaus wirken würden – dass echter Einfluss nicht im Überleben, sondern in der Aufrichtigkeit liegt. Sein Ziel war kein Triumph, sondern ein Vermächtnis: die Welt zum Denken anzuregen. Im Phaidon spricht Sokrates über das Leben nach dem Tod. Auch wenn ich seine Sicht auf die Unterwelt nicht vollständig teile, berührt mich die Ruhe und Logik, mit der er den Übergang beschreibt. Er betrachtet den Tod nicht als Ende, sondern als Fortsetzung eines Lernprozesses – eine Art Heimkehr der Seele. Es ist diese Haltung, die ihn für mich zu einem Symbol für Mut, Bewusstsein und geistige Freiheit macht. „Phaidon, Apologie und Kriton“ sind mehr als philosophische Texte – sie sind ein Spiegel menschlicher Würde. Sokrates lehrt uns, dass Wahrheit wichtiger ist als Bequemlichkeit, dass Denken ein Akt des Mutes sein kann und dass der Wert eines Lebens nicht in seiner Länge, sondern in seiner Echtheit liegt. Ich bewundere diesen Mann, der das Denken selbst zu einer Lebenskunst erhoben hat. Vielleicht war sein Tod tragisch, vielleicht auch unfair – aber er war nicht vergebens. Er hat gezeigt, dass Wahrheit über Furcht steht und dass das Erbe eines Menschen dort weiterlebt, wo andere beginnen, Fragen zu stellen. Sokrates in „Phaidon, Apologie, Kriton“: Mut, Wahrheit und geistige Freiheit. Eine Hommage an den Mann, der das Denken zur Lebenskunst machte.
- Tipps gegen Herzschmerz
Wieder einmal finde ich mich in der Situation wieder, wo eine intensive Liebesbeziehung in die Brüche gegangen ist. Kein Break-Up gleicht dem anderen, doch schmerzen tun sie alle und zerfetzen das Herz in Bruchteile. Am schlimmsten ist eine Trennung, bei der sich zwei Seelen noch immer lieben, das Zusammenleben jedoch einfach nicht funktionieren will. Einer muss in diesem Falle die Reissleihne ziehen, um beide vor der Selbstzerstörung retten zu können. Hier ein paar Tipps, die mir derzeitig bei der Überwindung helfen: Ablenkung Wenn dich das Gefühl überkommt, dass dir die Stimme dieser Person fehlt und du sie anrufen willst -> lass es. Es ist weder für dich noch die andere Partei zielführend und zieht den Schmerz des Verlustes nurnoch mehr in die Länge. Dafür hast du Freunde, bei denen du dich telefonisch ausweinen kannst und du dafür nicht verurteilt wirst. Freunde sind wie Therapeuten, einfach kostenlos. Also nutze die Gelegenheit. Reminder Nimm ein Blatt Papier und schreibe Dir selber einen BreakUp-Brief. Inhhalt: eine ausführliche Aufzählung von all den negativen Argumenten, welche dich zu deinem Entscheid bewegt haben. Und wenn dich wieder eine Welle der Sehnsucht überflutet, greif nach dem Brief und appelliere auf Deinen Verstand. Reflektion Zu einer gescheiterten Liebesbeziehung braucht es immer 2. Es gibt in jeder Geschichte immer Situationen, die beide Parteien hätte anders handhaben können. Um dir diesen bewusst zu werden, hilft ein Spaziergang in der heimeligen Umarmung der Natur. Vielleicht erleuchtet dich die Einsamkeit und du erkennst, was du ein anderes Mal anders machen möchtest. Realisation Das Wichtigste in unserem Leben ist die Begleitung, mit welcher wir uns in unserer Freizeit umgeben. Entscheide weise, wem du deine Zeit schenkst und was du als Gegenleistung zurück erhälst. Eine Beziehung sollte deinen Alltag mit mind. 51% Positivität erfüllen. Also nicht mehr Energie rauben, als das sie dir schenkt. Volatile Phase gehören natürlich auch zum Teil des Lebens, wo diese Regel auch für einen Moment ausgesetzt werden kann. Doch im gesamten ist der Seelenfrieden dein wichtigstes Hab und Gut -> achte auf diesen und schätze dich selber wert. Selbstliebe Du und deine Gedanken sind alles, was in deinem Leben zählen. Rede mit dir so, wie du mit deinen Lieblingsmenschen umgehst. Würdest du mit jemandem freiwillig abhängen, der dich runterzieht oder umgibst du dich lieber mit Nettigkeit? Eben. Achte auf deine Gedankenart und bringe Geduld auch Dir gegenüber auf. Warum sollten deine Ratschläge an andere nicht auch für dich selber gelten? Im tiefen Inneren kennst du jeweils schon dir Wahrheit, welche Dich zu deinem Lebensziel führt. Neue Frisur Der Klassiker und das Klischee Nr. 1 ist ein Besuch beim Friseur. Erstens sieht man nach dem Besuch toll aus und bestenfalls hat man eine quatschfreudige Friseurin, die einen gleichzeitig therapiert. Ich hoffe, es hilft! Wie man so schön sagt: Zeit heilt alle Wunden.
- japanische Teezeremonie im Museum Rietberg
japanische Teezeremonie im Museum Rietberg Als Teeliebhaberin durfte ich eine besondere Erfahrung im Musem Rietberg machen: die Teilnahme an einer traditionellen Matcha-Teezeremonie ( Insta-Video ). Schon beim ersten Moment wurde mir klar, dass es hier nicht nur um ein Getränk geht, sondern um ein Ritual, das Achtsamkeit, Tradition und Genuss miteinander verbindet. Das Erlebnis begann bereits beim Spaziergang durch eine prächtige Gartenanlage mit Brünnen, wundervollen Statuten und eindrücklichen Gebäuden. Der Teeraum zeichnet sich durch seine Originaltität aus, da sämtliches Material inkl. den Handwerkern aus Japan eingeliefert worden ist. Matcha ist ein fein vermahlenes Pulver, das in einer Steinmühle aus ganzen Teeblättern gewonnen wird. Anders als bei klassischem Tee, bei dem lediglich Auszüge ins Wasser übergehen, trinkt man beim Matcha das gesamte Blatt – weshalb die Qualität entscheidend ist. Serviert wurde Tamushiro-Tee, sofort genussbereit, begleitet von einer kleinen, kunstvoll gefertigten Süssigkeit: frisch am selben Tag hergestellt aus Ahornblättern, Kiefernzapfen, schwarzem Sesam und Zucker. Die Zeremonie folgt einer strengen Etikette. Man verneigt sich vor der Person neben sich – ein leises Zeichen des Respekts: „Entschuldige, dass ich mich vor dir bedienen darf.“ Erst dann nimmt man das Tablett entgegen, legt die Süssigkeit vor sich ab und reicht das Tablett weiter. Erst die Süssigkeit, dann der Tee – so entfaltet sich der Geschmack in seiner ganzen Balance. Was mich besonders faszinierte, war die Verbindung zum Buddhismus. Matcha wird dort geschätzt, weil er die Meditation vertieft. Im stillen Teeraum hörte ich nur das leise Rauschen des Wassers, fast wie Wind in den Kiefern. Jeder Handgriff des Teemeisters – die Haltung, die Präzision, selbst der Winkel des Arms – war darauf abgestimmt, Ruhe und Klarheit zu verstärken. Eine vollständige Zeremonie kann bis zu vier Stunden dauern. Meine Variante war eine verkürzte Form, etwa eine Stunde. Doch selbst in dieser Kürze war sie eindrucksvoll genug, um mir zu zeigen, wie viel Schönheit und Achtsamkeit in einer einzigen Schale Tee stecken können. 🍵✨ Von japanischen Handwerkern wurde dieser japanische Teezeremonie-Raum im Museum Rietberg erbaut
- „Plato at the Googleplex“ – Wenn Philosophie auf die Gegenwart trifft
Es gibt Bücher, die einen bilden – und solche, die einen verändern. „Plato at the Googleplex“ gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. Die Autorin Rebecca Newberger Goldstein schafft es, den grossen Philosophen Platon aus der antiken Welt in unsere moderne, digital geprägte Zeit zu holen – mit einer Leichtigkeit, die gleichermassen klug, humorvoll und fesselnd ist. Ihr Stil ist aussergewöhnlich: Sie vereint literarische Tiefe mit intellektueller Spannung und vermittelt philosophisches Wissen so, dass man sich beim Lesen nie belehrt, sondern inspiriert fühlt. Obwohl das Hörbuch stolze 16 Stunden dauert, hatte ich es innerhalb eines Monats durch – und ich freute mich auf jedes einzelne Kapitel. Die Mischung aus Dialogen, modernen Szenarien und Platos zeitlosen Ideen machte das Buch zu einer echten Bereicherung. Besonders beeindruckt hat mich, wie Goldstein es schafft, alte Denkmuster mit heutigen Fragen zu verweben: Künstliche Intelligenz, Ethik, Wahrheit, Demokratie – all das wird mit Platos Ideen in Beziehung gesetzt. Dabei bleibt sie nie theoretisch, sondern zeigt, wie relevant seine Gedanken noch heute sind. Ein Highlight war für mich der Abschnitt, in dem die Autorin Platos Persönlichkeit durch den „16 Personalities“-Test (basierend auf dem Myers-Briggs-Modell) analysiert. Diese kreative Idee hat mir geholfen, Platos Charakter greifbarer zu verstehen – und mich gleichzeitig zu fragen, welche seiner Eigenschaften ich selbst kultivieren möchte . Es war, als würde man sich mit einem alten Freund zusammensetzen, um über das Leben nachzudenken – mit Wi-Fi. Ich wäre mir tatsächlich gerne „eine Scheibe von Plato abschneiden“. Sein Mut zum Denken, seine Leidenschaft für Wahrheit und seine Unerschütterlichkeit im Dialog sind inspirierend – besonders in einer Zeit, in der viele lieber Meinungen wiederholen, statt wirklich nachzudenken. „Plato at the Googleplex“ ist kein einfaches Buch – aber eines, das dich belohnt. Es verbindet klassische Philosophie mit moderner Relevanz, Humor und einer guten Portion Menschlichkeit. Ich empfehle es jedem, der den Mut hat, sich selbst beim Denken zu beobachten – und der glaubt, dass alte Weisheiten in neuen Zeiten vielleicht aktueller sind denn je. Plato at the Googleplex von Rebecca Goldstein - ein absolutes Muss für jedermann
- Von der Wolle zum Garn – ein Stück Wertschätzung
Was für ein Ort, dieser QuartTierHof in Höngg, Zürich. Die Organisatorin Sonja Müller-Späth bemerkte vor Jahren bei ihrem ersten Spaziergang sie die Schafe und es ergab sich die Frage: „Was passiert eigentlich mit der ganzen Wolle?“ Fünf Schafe– darunter „Loulou“ – müssen regelmässig geschoren werden. Der QuartTierHof freute sich über ihre Anfrage, da es überraschenderweise eher schwierig ist, dass überhaupt jemand die Wolle mitnimmt. Sie hat mir gezeigt, wie sie damit arbeitet: Ganz pragmatisch wäscht sie die Rohwolle zuhause im Wollprogramm der Waschmaschine. Normalerweise müsste man das Fett bei 50 Grad auswaschen – sie aber behält einen Teil davon. Denn so bleibt die Faser wasserabweisender und lebendiger. QuarTierHof Workshop über die altertümliche Verarbeitung von Wolle Dann nimmt sie die Handkarden, legt die Wolle übers Bein, streicht sie auseinander und bürstet die Fasern sanft. Ihr Tipp: Die Fasern vor dem Spinnen immer gut auflockern, damit sie sich geschmeidig verarbeiten lassen. Workshop über die Verarbeitung von Wolle. Der Prozess nennt sich kardieren. Am meisten hat mich ihr DIY-Ansatz begeistert: Mit einem einfachen chinesischen Essstäbchen, etwas Fimo und einem Loch darin hat sie ihre eigene kleine Spindel gebastelt. Es muss gar nicht perfekt sein – Hauptsache, es funktioniert. Wolle spinnen mit einem DIY Tool im QuartTierHof Höng Zum Schluss wird das Garn auf die Haspel gewickelt, nach dem Verzwirnen erneut gewaschen – und fertig ist ein Faden voller Geschichte. Mich hat dieser Prozess tief beeindruckt: Aus einem Material, das sonst oft achtlos weggeworfen wird, entsteht etwas Wertvolles. Für mich gab es Wolle der Walliser Schwarznase – und damit mehr als nur Wolle, sondern ein Symbol für Achtsamkeit und Handwerk. 🧶💫
- Die Weisheit eines Yogi – Ein Buch, das Herz und Bewusstsein berührt
Es gibt Bücher, die man liest – und solche, die man erlebt. „Die Weisheit eines Yogi“ gehört für mich ganz klar zur zweiten Kategorie. Dieses Werk ist weit mehr als nur eine spirituelle Schrift; es ist eine Reise nach innen, eine Einladung zur Selbstreflexion und ein Kompass für ein bewussteres Leben. Schon nach den ersten Seiten spürte ich, dass dieses Buch etwas in mir bewegte. Die Worte des Autors sind voller Tiefe und Wahrheit, und oft musste ich innehalten, um das Gelesene wirklich zu verarbeiten. Manche Abschnitte wirkten wie Spiegel, die mir meine eigenen Gedanken und Muster zeigten – andere öffneten Türen zu neuen Perspektiven auf das Leben, den Geist und die Verbundenheit mit allem, was ist. Was mich besonders faszinierte, war die Mischung aus spiritueller Klarheit und praktischer Lebensweisheit . Der Autor schafft es, jahrtausendealtes Wissen verständlich und anwendbar zu machen – ohne Dogma, aber mit unglaublich viel Herz. Seine Worte erinnern daran, dass Spiritualität nichts Abgehobenes ist, sondern mitten im Alltag stattfindet: im Umgang mit anderen, in der Stille, in Dankbarkeit und in der bewussten Entscheidung für Liebe statt Angst. Ich habe dieses Buch nicht einfach gelesen, ich habe es gespürt. Es war, als würde jeder Abschnitt eine neue Schicht meines Bewusstseins anstoßen. Ich musste Pausen einlegen, um einzelne Erkenntnisse wirklich sacken zu lassen – und genau das machte es so wertvoll. Der Autor Sadhguru ist für mich eine echte Bereicherung für die Menschheit. Seine Lehren strahlen Güte, Mitgefühl und Klarheit aus – Qualitäten, die in unserer modernen, oft lauten Welt dringend gebraucht werden. Ich bin überzeugt: Wenn mehr Menschen nach diesen Prinzipien leben würden, wäre unsere Welt ein liebevollerer, friedlicherer Ort. Ich empfehle „Die Weisheit eines Yogi“ jedem, der auf der Suche nach innerem Frieden, geistiger Klarheit oder einfach nach Inspiration ist. Dieses Buch ist ein Schatz – einer, der dich daran erinnert, wer du wirklich bist. Sadhguru mit seinem bereichernden Buch "Die Weisheit eines Yogi"
- Mein Yoga-Abenteuer in Rishikesh
Auf den Spuren des Ursprungs Meine Reise nach Indien führte mich in die spirituelle Welt von Rishikesh – die weltweite Yoga-Hauptstadt am Fusse des Himalaya. Getrieben von dem Wunsch, den wahren Ursprung von Yoga zu entdecken, tauchte ich ein in eine fremde Kultur voller Gegensätze: Überfüllte Strassen, heilige Traditionen und eine atemberaubende Naturkulisse prägten meinen Alltag. Die Stadt Rishikesh mit dem Ashram auf der linken Seite des Ganges. Von der ersten Fahrt durch das chaotische indische Verkehrsgewusel, das uns gleich mehrmals in kleinere Unfälle verwickelte, bis hin zur Begegnung mit heiligen Kühen und wilden Affen, war alles neu und aufregend. Rishikesh selbst beeindruckte durch den Beginn des Ganges – eines heiligen Flusses mit kristallklarem Wasser – der hier eine bedeutende spirituelle Rolle spielt. Im Herzen der Stadt besuchte ich ein Ashtanga-Yogazentrum, wo der Tag um 6 Uhr morgens mit schweisstreibenden Übungen auf dem Dach begann. Anders als erwartet war der Unterricht streng und fordernd – ein harter, aber wirkungsvoller Weg zur Meisterung der königlichen Yoga-Form. Der Alltag war geprägt von intensiven Yogastunden, vegetarischer Ernährung, Meditation und den Begegnungen mit Menschen aus aller Welt, die alle ihre eigene Reise zu Yoga und Selbsterkenntnis machten. Neben dem Training entdeckte ich heilige Orte, erlebte den lokalen Markt und nahm an traditionellen Ritualen wie dem Reinigen der Gebetsketten im Ganges teil. Eine mehrtägige Wanderung zum höchsten Shiva-Tempel der Welt, Tunganath, führte mich in die karge, beeindruckende Bergwelt des Himalaya. Trotz Erschöpfung und innerer Zweifel fand ich in der atemberaubenden Natur neue Kraft und Dankbarkeit. Diese Erfahrung hat mich tief geprägt: Sie lehrte mich, mit Herausforderungen zu wachsen, die Schönheit des Augenblicks zu schätzen und Yoga als ganzheitliche Lebenskunst zu verstehen – weit über die Asanas hinaus. -> Falls du mehr darüber lesen wirst, so wirst du in meinem Buch "Internationale Angelegenheiten - selbst ist die Frau" unter dem Kapitel "Yogis" fündig.
- Rāja Yoga – der königliche Pfad zur Selbsterkenntnis
Raja Yoga (Sanskrit राजयोग, rājayoga, [ɽɑːʤʌjoːgʌ] m. „königlicher Yoga“) ist einer der klassischen Yogawege. Raja Yoga umfasst nicht nur körperliche Übungen, sondern bringt vor allem Geist, Atem und Bewusstsein in Einklang. Während meiner eigenen Praxis durfte ich eine besonders eindrückliche Nacht erleben, die mir zeigte, wie tief diese Methoden wirken können. Mudras – kleine Gesten mit grosser Wirkung Da mein rechter Fuss nach einer Operation noch geschont werden muss, konzentrierte ich mich in dieser Nacht vor allem auf Mudras (Handgesten, die den Energiefluss im Körper lenken und bestimmte mentale Zustände fördern). Diese sanfte Praxis erlaubte es mir, auch ohne körperlich anstrengende Asanas eine tiefe Verbindung zu mir selbst herzustellen. Chit Shakti und BodyScan Der Beginn meiner Reise war eine Chit Shakti Meditation , kombiniert mit einem BodyScan . Dabei durchwanderte ich mental jede Körperregion – Anspannung und Entspannung wechselten sich ab. Besonders bemerkenswert: Ich spürte, dass mein operierter Fuss „trocken“ wirkte – eine feine Erinnerung meines Körpers daran, dass ich zu wenig Wasser getrunken hatte. Diese Achtsamkeit half mir, meinen Körper nicht nur zu spüren, sondern ihm aktiv zu danken. Ich setzte das Varun Mudra (Wasser-Geste) und konnte vom Bett aus die Asana Übung Matsyasana (Fisch-Pose) üben, welches den Wasserhaushalt im Körper umchannelt. Varun Mudra zur Kannalisation der Wasserenergie Atem – zwischen Ost und West Im Anschluss folgte eine kraftvolle Atemübung, die mich an die Verbindung zwischen yogischen Pranayama-Techniken und der westlichen Wim-Hof-Methode erinnerte. Intensives Atmen durch den Mund führt zu einer Sauerstoffsättigung im Blut – eine Technik, die selbst Navy Seals im kalten Wasser nutzen, um Wärme und Fokus zu erzeugen. Diese Atemkraft brachte mir Energie und half mir, innere Bilder entstehen zu lassen. Visualisierung und Kundalini-Erfahrung In meiner Meditation stellte ich mir vor, wie ich die Spitze eines Berges erklimme – erschöpft, aber erfüllt. Dort verband ich mich mit einem größeren universellen Bewusstsein. Ein inneres Licht, ähnlich der aufsteigenden Kundalini-Energie, stieg durch meine Chakras auf. Begleitet wurde dies von drei zentralen Fragen, die mich noch lange begleiten werden: Wo stehe ich in 3 Monaten – welche Ziele habe ich erreicht? Wo stehe ich in 2 Jahren? Wo sehe ich mich in 10 Jahren? Achtsamkeit und Selbstliebe im Alltag Am Ende dieser intensiven Nacht wurde mir klar: Raja Yoga ist weit mehr als eine Praxis auf der Matte. Es ist ein Werkzeug, um den Körper zu hören, Botschaften wahrzunehmen und auch schwierige Energien zu transformieren. Ob durch Dankbarkeit für meinen Körper, die bewusste Wahrnehmung meiner Chakras oder kleine Rituale – jeder Moment war ein Schritt auf diesem königlichen Weg. ✨ Fazit: Diese Nacht hat mich gelehrt, dass Raja Yoga ein Pfad voller Tiefe und Selbsterkenntnis ist. Auch ohne körperlich fordernde Asanas kann man durch Meditation, Atem und Visualisierung enorme Transformation erfahren.
- Waffenschmiedkurs
Vom ersten Hammerschlag bis zum fertigen Schwert „Lotus“ Vom 9. bis 12. Juni 2025 durfte ich eine wirklich einzigartige Erfahrung machen: Einen Waffenschmiedkurs im SchmiedeFeuerWerk . Schon nach dem ersten Tag spürte ich, wie sehr mich die Arbeit forderte – zwei Blasen an den Händen vom ständigen Hämmern waren der erste Beweis. Trotzdem wollte ich unbedingt weitermachen, denn die Leidenschaft für das Handwerk und mein persönliches Projekt trieben mich an. Ich entschied mich, ein feminines Design zu schmieden und gab meinem Schwert den Namen „Lotus“. Dieser Name entstand durch das aufwendige Lotus-Muster, das ich am Griff gestaltete – ein Symbol für Schönheit und Stärke, das mein Schwert besonders macht. Unser Kursleiter Wolfgang Tilp war unglaublich geduldig und unterstützte mich gerade in den körperlich anspruchsvolleren Momenten. Für mein Ego war es eine kleine Herausforderung, Hilfe anzunehmen – doch ich lernte schnell: Zu wissen, wann man Unterstützung braucht, gehört genauso zum Handwerk wie der Wille, es selbst zu schaffen. Candy beim Abschleifen der Schwertklinge während dem Schmiedkurs in der SchmiedeFeuerWerk in Stubenbergsee, Österreich. In unserer kleinen Gruppe aus fünf Männern gab es natürlich die klassischen Gespräche über Maschinen, Autos und Biersorten. Das mag zwar banal klingen, aber ich genoss diese Momente sehr. Es zeigte mir, wie vielseitig und verbindend handwerkliche Projekte sein können – ganz unabhängig von den Unterschieden. Jeder Tag endete mit einer wohltuenden warmen Dusche, Yoga direkt am See und einem tiefen, wohlverdienten Schlaf. Diese Auszeiten halfen mir, Körper und Geist zu regenerieren und am nächsten Tag wieder voller Energie an die Schmiede zu gehen. Mein Waffenschmiedkurs war eine Herausforderung, die sich mehr als gelohnt hat – nicht nur, weil ich mein eigenes Schwert „Lotus“ geschaffen habe, sondern weil ich über mich selbst hinausgewachsen bin und eine neue Welt des Handwerks entdeckt habe. Das Schwert "Lotus" im ersten gewaltvollen Einsatz gegen eine Wassermelone. Sword and Legs by Candy
- Marketing Leiterin in der Confiserie Eckhards
🍫 Drei Jahre süsse Strategie – meine Zeit als Marketing-Leiterin einer Grazer Confiserie Drei Jahre lang durfte ich für die Confiserie Eckhards die Verbindung zwischen feiner Handwerkskunst und moderner Markenkommunikation gestalten. Es war eine Zeit, in der ich meine Leidenschaft für kreative Kampagnen, strategisches Denken und authentische Kundenbeziehungen voll ausleben konnte. 🎯 Marketing mit Genussfaktor Meine Aufgaben reichten von der Planung und Umsetzung umfassender PR-Aktivitäten bis hin zur kreativen Entwicklung neuer Produkte . Ich konzipierte Messeauftritte , organisierte Unternehmensbesuche und setzte auf erlebnisorientierte Maßnahmen wie Degustationen und Verkostungen , um Menschen die Welt der Schokolade und Pralinen näherzubringen. Social Media , Newsletter-Marketing und Onlineshop-Betreuung gehörten ebenso zu meinem Verantwortungsbereich wie B2B- und B2C-Kundenaquise , Firmenkundenpflege und Verkaufsförderung am Point of Sale . 💡 Kreativität, die verbindet Besonders inspiriert hat mich die Zusammenarbeit mit "Pro Mente" : Jugendliche gestalteten die grafischen Designs unserer Pralinenschachteln , und ein Teil des Erlöses kam direkt der Stiftung zugute. So vereinten wir Genuss mit sozialem Engagement – ein Projekt, das nicht nur Kunden begeisterte, sondern auch mein Herz berührte. Schokoladenbox Motiv für Confiserie Eckhards von Pro Mente designed Ein weiterer Höhepunkt war es, Firmen von individuell gebrandeten Mitarbeitergeschenken zu überzeugen – nicht durch aggressives Verkaufen, sondern durch echte Begeisterung für das Produkt. 🎥 Aufmerksamkeit schaffen Ich organisierte einen Fernsehauftritt , sorgte für hochwertiges Bild- und Videomaterial, und setzte gezielt auf Storytelling , um die Marke emotional erlebbar zu machen. Jede Kampagne sollte mehr als nur Werbung sein – sie sollte Menschen berühren, Erinnerungen schaffen und den Genussmoment feiern. 📈 Was bleibt Diese Zeit hat meine Fähigkeit geschärft, Marketingstrategien ganzheitlich zu denken – von der Produktentwicklung über die Inszenierung bis hin zur Kundenbindung. Sie hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, kreative Ideen mit klarer Zielgruppenorientierung zu verbinden und gleichzeitig den Markenkern zu bewahren . Heute blicke ich auf diese drei Jahre nicht nur mit Stolz zurück, sondern auch mit Dankbarkeit. Es war ein Schokoladenabenteuer, das bewiesen hat: Marketing kann gleichzeitig strategisch, kreativ und zutiefst menschlich sein .
- Meine Erfahrung auf der offenen Bühne im Zürcher Schauspielhaus
Neulich hatte ich die Gelegenheit, an einer ganz besonderen Veranstaltung im Zürcher Schauspielhaus teilzunehmen: der offenen Bühne, bei der jeder Besucher 10 Minuten reine Präsenzzeit hat, um etwas darzubieten. Dies wurde von der derzeitigen Theatergruppe lanciert (ich wünschte, dass hätte es zu meiner Jugend schon gegeben..). Ich wusste im Vorfeld nicht wirklich, was mich erwarten würde, und war neugierig, was dieser unkonventionelle Abend für Überraschungen bereithielt. Als ich das Schauspielhaus betrat und in den Keller führte, wurde ich sofort von einer aussergewöhnlichen Atmosphäre empfangen. Der Trainingsraum für Schauspieler war mit unzähligen Teppichen ausgelegt, der Parkettboden wirkte warm und einladend. Zur linken Seite befand sich eine profitfreie Bar, die von Theaterschülern geführt wurde – ein schöner, unaufgeregter Ort, um sich zu unterhalten. Auf der rechten Seite entdeckte ich eine kleine Sofalandschaft, die einen direkten Blick auf eine runde Bühne ermöglichte, die von Kissen umgeben war. Ein Ort, an dem sich das Publikum rundum setzen konnte und die Darbietungen in aller Ruhe geniessen konnte. In der hinteren linken Ecke des Raumes stand eine zweite kleine Bühne mit einem Klavier und einem Mikrofon, und in der Mitte des Raumes hing eine Schaukel, die mit Blumenranken geschmückt war – ein echtes Highlight in dieser charmanten und kreativen Umgebung. Zwei Moderatoren eröffneten den Abend und erklärten, dass es sich um einen sogenannten "Safe Space" handelte. Hier würde keine Negativität gegenüber den Darstellern geduldet und es wurde betont, dass auch Unterstützung angeboten werde, falls sich jemand durch bestimmte Themen getriggert fühlen sollte. Diese Atmosphäre der Akzeptanz und des respektvollen Umgangs beeindruckte mich sofort. Was folgte, war eine bunte Mischung aus Darbietungen: Klaviermusik, Gesang, eine Lesung düsterer Gedankenspiele aus einem Tagebuch und sogar eine humorvolle Auflockerung, bei der eine Person ihre Tasche ausleerte und präsentierte, was sie so alles mit sich herumschleppte – darunter selbstgebackene Zimtschnecken, die verschenkt wurden! Ich fand es faszinierend, wie diese so unterschiedlichen Darbietungen einander ergänzten und die Stimmung im Raum beeinflussten. Ein Moment, der für mich etwas unpassend war, war der Auftritt einer Person aus der Generation X, die einen Stripp-Tanz aufführte, bei dem sie jedoch lediglich ihren Pullover auszog. Ich hatte nicht nur damit Schwierigkeiten, dass keine weiteren Kleidungsstücke fielen, sondern empfand es als wenig künstlerisch und fragte mich, ob diese Darbietung wirklich ihren Platz auf der Bühne hatte. Ich selbst hatte ebenfalls eine Rolle gespielt – als Mitwirkende in einem humorvollen Wettkampf. Fünf Menschen aus dem Publikum, darunter auch ich, positionierten sich um die runde Bühne und versuchten, eine Flasche mit Wasser gefüllt so in die Luft zu werfen, dass sie stehend auf der Bühne landete. Der Preis? Ein Applaus des Publikums und gute Laune. Es war eine lockere und lustige Aktion, die den Abend auf eine heitere Weise bereicherte. Abschliessend war es ein unvergesslicher Abend voller Überraschungen, Kunst und Inspiration. Die offene Bühne im Zürcher Schauspielhaus bietet eine wunderbare Möglichkeit für jedermann, seine Kreativität auszuleben und neue Erfahrungen zu sammeln. Es ist ein Ort, an dem sich Menschen auf authentische Weise ausdrücken können – und ich freue mich, beim nächsten Mal wieder dabei zu sein! Publikum bei der offenen Bühne des Schauspielhauses Zürich
- Erlebnis bei der "Langen Nacht der Debüts" im Zürcher Literaturhaus
Vor kurzem hatte ich das Vergnügen, die " Lange Nacht der Debüts " im Zürcher Literaturhaus zu besuchen – ein Event, das den Start von neuen literarischen Stimmen feiert. Doch meine Ankunft war nicht ganz so reibungslos, wie ich es mir vorgestellt hatte. Als ich mich auf den Weg machte, las ich die Details des Events etwas zu schnell und landete fälschlicherweise im Cabaret Voltaire . Nach etwa 30 Minuten, als ich merkte, dass der Event nicht dort begann, sondern im Literaturhaus, machte ich mich auf den Weg zum richtigen Ort. Zum Glück befand sich die erste Location des Events nur 2 Gehminuten vom Cabaret Voltaire entfernt. Ich war nicht nur unglücklicherweise zu spät, sondern hatte auch meinen Hund GiGi dabei – eine junge Old English Bulldogge, die gerade einmal ein Jahr alt ist und noch viel über Benehmen in öffentlichen Veranstaltungen lernen muss. Das bedeutete, dass ich während der Lesungen immer wieder abgelenkt war, wenn GiGi plötzlich aufwachte und mich mit seinen grossen, erwartungsvollen Augen anstarrte. Natürlich konnte ich seiner Spiellust nicht nachgeben und schloss meine Augen, um zu tun, als würde ich schlafen. Ab und zu öffnete ich einen minimalen Spalt, um zu beobachten, wie auch er langsam wieder in einen Nickerchenmodus überging – und zum Glück blieb der kleinlaute Furz, der ihm entglitt, geruchsfrei. Aber genug von GiGi – zurück zum Event! Als ich endlich richtig angekommen war, konnte ich die Vorleser und ihre literarischen Werke geniessen. Es war faszinierend, die Frische und Leidenschaft der Debüts zu erleben, und gleichzeitig verstand ich viel besser, was diese Schriftsteller bereits hinter sich hatten. Es war eine wertvolle Erfahrung, die ich direkt mit meiner eigenen Schreibreise in Verbindung setzen konnte. Bei jedem Lesenden stand ein Glas Wasser bereit – ein ganz natürlicher Bestandteil des Auftritts, da nach längerem Vorlesen der Hals schnell austrocknen kann. Wenn ich ein Buch empfehlen kann, dann das neuste Werk von Nora Osagiobare - Daily Soap. Rassismus mal etwas anders beschrieben. Die "Lange Nacht der Debüts" war ein kostenloses Event, das einen grossartigen Einblick in die Welt der Literatur und in die Herzen von aufstrebenden Schriftstellern gab. Es war wirklich inspirierend zu sehen, wie sich die Stimmen der neuen Generation von Autoren entwickelten. Besonders berührend waren die Ausschnitte aus den Herzensprojekten der Schriftsteller, die mit so viel Leidenschaft und Hingabe präsentierten. Für Literaturinteressierte, die mehr über junge Stimmen und Debüts erfahren möchten, ist diese Veranstaltung auf jeden Fall empfehlenswert.












