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Rāja Yoga – der königliche Pfad zur Selbsterkenntnis

Raja Yoga (Sanskrit राजयोग, rājayoga, [ɽɑːʤʌjoːgʌ] m. „königlicher Yoga“) ist einer der klassischen Yogawege.


Raja Yoga umfasst nicht nur körperliche Übungen, sondern bringt vor allem Geist, Atem und Bewusstsein in Einklang. Während meiner eigenen Praxis durfte ich eine besonders eindrückliche Nacht erleben, die mir zeigte, wie tief diese Methoden wirken können.


Mudras – kleine Gesten mit grosser Wirkung

Da mein rechter Fuss nach einer Operation noch geschont werden muss, konzentrierte ich mich in dieser Nacht vor allem auf Mudras (Handgesten, die den Energiefluss im Körper lenken und bestimmte mentale Zustände fördern). Diese sanfte Praxis erlaubte es mir, auch ohne körperlich anstrengende Asanas eine tiefe Verbindung zu mir selbst herzustellen.


Chit Shakti und BodyScan

Der Beginn meiner Reise war eine Chit Shakti Meditation, kombiniert mit einem BodyScan. Dabei durchwanderte ich mental jede Körperregion – Anspannung und Entspannung wechselten sich ab. Besonders bemerkenswert: Ich spürte, dass mein operierter Fuss „trocken“ wirkte – eine feine Erinnerung meines Körpers daran, dass ich zu wenig Wasser getrunken hatte. Diese Achtsamkeit half mir, meinen Körper nicht nur zu spüren, sondern ihm aktiv zu danken. Ich setzte das Varun Mudra (Wasser-Geste) und konnte vom Bett aus die Asana Übung Matsyasana (Fisch-Pose) üben, welches den Wasserhaushalt im Körper umchannelt.


Varun Mudra zur Kannalisation der Wasserenergie
Varun Mudra zur Kannalisation der Wasserenergie

Atem – zwischen Ost und West

Im Anschluss folgte eine kraftvolle Atemübung, die mich an die Verbindung zwischen yogischen Pranayama-Techniken und der westlichen Wim-Hof-Methode erinnerte. Intensives Atmen durch den Mund führt zu einer Sauerstoffsättigung im Blut – eine Technik, die selbst Navy Seals im kalten Wasser nutzen, um Wärme und Fokus zu erzeugen. Diese Atemkraft brachte mir Energie und half mir, innere Bilder entstehen zu lassen.


Visualisierung und Kundalini-Erfahrung

In meiner Meditation stellte ich mir vor, wie ich die Spitze eines Berges erklimme – erschöpft, aber erfüllt. Dort verband ich mich mit einem größeren universellen Bewusstsein. Ein inneres Licht, ähnlich der aufsteigenden Kundalini-Energie, stieg durch meine Chakras auf. Begleitet wurde dies von drei zentralen Fragen, die mich noch lange begleiten werden:

  1. Wo stehe ich in 3 Monaten – welche Ziele habe ich erreicht?

  2. Wo stehe ich in 2 Jahren?

  3. Wo sehe ich mich in 10 Jahren?


Achtsamkeit und Selbstliebe im Alltag

Am Ende dieser intensiven Nacht wurde mir klar: Raja Yoga ist weit mehr als eine Praxis auf der Matte. Es ist ein Werkzeug, um den Körper zu hören, Botschaften wahrzunehmen und auch schwierige Energien zu transformieren. Ob durch Dankbarkeit für meinen Körper, die bewusste Wahrnehmung meiner Chakras oder kleine Rituale – jeder Moment war ein Schritt auf diesem königlichen Weg.


✨ Fazit: Diese Nacht hat mich gelehrt, dass Raja Yoga ein Pfad voller Tiefe und Selbsterkenntnis ist. Auch ohne körperlich fordernde Asanas kann man durch Meditation, Atem und Visualisierung enorme Transformation erfahren.

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